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Bruder Helmut im Gespräch mit Dr. Anna Punke-Dresen

  • jschumacher84
  • 5. Dez. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 11. Dez. 2025

Wer steckt hinter dieser neuen Rubrik und was möchte sie für einen Mehrwert bieten?

Portraits über Menschen im gemeinnützigen Bereich findet man auch an anderer Stelle. Wir erinnern uns zum Beispiel an die „Köpfe“ in der Stiftungsbeilage der Wochenzeitung DIE ZEIT. Mit dieser Rubrik „Mensch des Monats“ möchten wir Menschen hinter einer Führungsposition besser kennenlernen. Dafür hat Dr. Anna Punke-Dresen diese Rubrik ins Leben gerufen.


Anna Punke-Dresen ist selbst seit über 15 Jahren in diversen Funktionen und Kontexten sowohl ehrenamtlich als auch hauptamtlich im gemeinnützigen Sektor unterwegs - unter anderem als stellvertretende Leiterin des Kreises Junge Menschen und Stiftungen, Community Lead für MentorMe, Vorständin von Hamburger mit Herz e.V. und seit 2023 Leitung Fundraising der Abteilung Engagement & Partnerschaften bei der Hamburger Kunsthalle in Doppelspitze.


Schreiben und gemeinnütziges Engagement sind die beiden Pfeiler, die ihren Werdegang prägen.

Mit dieser monatlichen Rubrik möchte sie einige spannende Personen aus ihrem Netzwerk in persönlichen Gesprächen fragen, wie und warum sie sich selbst im gemeinnützigen Bereich engagieren. Welche Ehrenämter werden zusätzlich zum Hauptamt gepflegt? Was treibt sie dazu an? Was bedeutet Engagement für sie und welche Learnings und Botschaften bringt das für sie mit?

Carola von Peinen
Bruder Helmut kümmert sich im Kloster um die Finanzen und die Verwaltung Quelle: Helmut Roßkopf

Bruder Helmut Roßkopf ist Unternehmer, evangelischer Mönch und ein beeindruckender Brückenbauer zwischen spirituellem Leben und wirtschaftlicher Verantwortung. Schon früh gründete er ein erfolgreiches mittelständisches Unternehmen, das er über viele Jahre prägte. Gleichzeitig wuchs in ihm der Wunsch nach einem Leben, das noch deutlicher dem Dienst am Menschen gewidmet ist. Mit 20 Jahren entschied er sich für den Weg als Mönch in der Jesus-Bruderschaft Volkenroda in Thüringen – ein mutiger Schritt, der bis heute seine Haltung, sein Wirken und seinen Blick auf die Welt bestimmt.

Sein Lebensweg zeigt, wie konsequentes Wertehandeln Orte verändern, Gemeinschaft stärken und gesellschaftliches Engagement nachhaltig prägen kann. Als jemand, der Spiritualität und Wirkung gleichermaßen ernst nimmt, steht er für eine Haltung, die verbindet statt trennt – und die heute mehr gebraucht wird denn je.

Lieber Bruder Helmut, ich möchte in dieser Rubrik jedem*r Interviewpartner*in die gleiche Einstiegsfrage stellen: Wann und wo haben Sie sich zum allerersten Mal ehrenamtlich engagiert?


Ich habe mich im Alter von 20 Jahren entschieden evangelischer Mönch zu werden, um den Menschen und Gott zu dienen. Seither engagiere ich mich in vielen Belangen für die Menschen.


Was bewegt Sie hinsichtlich gesellschaftlichem Engagement beim Kloster Volkenroda zurzeit am meisten?


In unser Kloster auf Zeit kommen viele Menschen, die aus verschiedenen Gründen eine Auszeit brauchen - eine Auszeit, um in der persönlichen Situation Hilfe zu finden, Einsamkeit zu überwinden oder auch mit andern Menschen zu sprechen und für einen Zeit lang das Leben zu teilen. Dabei können sie eine Ausrichtung für ihr Leben finden, durch z.B. Angebote in Gottesdienst und Gebet.

 

Wie blicken Sie jetzt kurz vor Weihnachten auf das Jahr 2026? Was haben Sie an Engagement vor?


Weihnachten ist das Fest der Familie. An Weihnachten laden wir 30 Personen, die an Weihnachten alleine sind, ein, um mit uns im Kloster, im Gottesdienst, in Gemeinschaft und bei gutem Essen zu feiern.


Auf Ihrer Webseite betonen Sie die Verbindung von Glaube und Geschäftssinn: Vor welchen Herausforderungen steht Kirche zurzeit?

 

Für mich war es immer wichtig, dass mein christlicher Glaube Auswirkungen hat für Menschen. Darum habe ich nach der Wende in Sachsen und Thüringen in unserer Firma Rosskopf + Partner Arbeitsplätze geschaffen.

Die Menschen suchen glaubwürdige Beispiele - das ist ein Punkt, den viele Menschen in der Kirche vermissen: die Gemeinschaft, die Nähe zu den Menschen, in dem, was sie wirklich bewegt, Antworten aus dem Glauben heraus.

 

Sie sind rege im NGO-Sektor unterwegs: Welche Herausforderungen und welche Chancen sehen Sie im gemeinnützigen Sektor für 2026?


Die Herausforderungen, in der wir alle stehen, werden nicht kleiner, sie wachsen eher, es gibt aber trotzdem keinen Grund zu verzagen. Im Kloster laden wir ein und teilen die Hoffnung weiter, aus der wir leben. Ein Herauskommen aus Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit.


Welche Strategien aus Ihrer Erfahrung aus CEO, Mönch und Vorstand hinsichtlich Beziehungspflege sind Ihnen wichtig?


Ich würde hier nicht von Strategie sprechen. Die besten Erfahrungen mache ich, wenn ich auf Menschen zugehe und authentisch bin. Zuhören, sich dem Gegenüber zuwenden und verstehen was ihn / sie beweget. Das ist die beste Grundlage, um ins Gespräch zu kommen. Da unterscheiden sich die verschiedenen Lebenswelten nicht so groß.


Was raten Sie Fundraiser*innen im kirchlichen Bereich - welche Kooperationen und Förderstrategien finden Sie interessant für kirchliche Akteure?


Kirchliche Fundraiser*innen sollten Partnerschaften mit anderen Kirchengemeinden, lokalen Unternehmen, Stiftungen, Einrichtungen der Diakonie und Caritas eingehen sowie öffentliche Fördergelder nutzen, um finanzielle Mittel für soziale und kulturelle Projekte zu sichern. Zudem bieten digitale Fundraising-Kampagnen und Veranstaltungen eine Möglichkeit, um breite Unterstützungsnetzwerke zu schaffen.

Und zum Schluss: Drei Fragen & Antworten

Welches Buch haben Sie zum Thema Ehrenamt oder Engagement gelesen, das Sie nachhaltig beeindruckt hat?

Von Tobias Merckle: Jeder hat eine zweite Chance


Wenn Sie einen Wunsch für den gemeinnützigen Sektor frei hätten, welcher wäre das?

Dass viele Menschen den Segen und die Freiheit eines großzügigen Lebens erfahren.

 

Was möchten Sie unseren Leser*innen mit auf den Weg geben? Was ist Ihr Credo?

Gott und den Menschen zu dienen. Ich habe darin meine Berufung und Lebenserfüllung gefunden.

Carola von Peinen

Helmut Roßkopf

Manager

Kloster Volkenroda

Quelle: Helmut Roßkopf

1 Kommentar


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