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Website-Relaunch: So gelingt er

Von Nico Reis

 
Nico Reis

In dieser Rubrik erzählt unser Partner Nico Reis, bekannt als Gründer von Altruja, jetzt Head of Partnerships bei RaiseNow und damit Europas größter Anbieter für digitales Fundraising, von den Trends im digitalen Fundraising. Außerdem verrät er Tipps und Tricks und erklärt, wie gemeinnützige Organisationen mehr Besucher auf Ihre Webseiten bringen.



 

Ein Website-Relaunch ist vergleichbar mit einer Renovierung: Es ist viel Arbeit, doch ein tolles Ergebnis macht die Mühe allemal wett. Diese Punkte sollten Sie berücksichtigen.

Website-Relaunch: Fragen vor dem Start

Von der Technik bis zur Usability gibt es bei einem Website-Relaunch viel zu beachten. Mit unseren Tipps behalten Sie den Überblick und vermeiden gängige Fehler.

Analyse des Ist-Zustands

Am Anfang steht die Frage: Warum brauchen wir einen Website-Relaunch? Notieren Sie alle vorhandenen Probleme. Halten Sie anschließend schriftlich fest, was Sie von einer neuen Website erwarten.

Stellen Sie sich nun die Frage: Weshalb erfüllt Ihre Website Ihre Anforderungen im Moment nicht? Auf Basis dieser Auswertung formulieren Sie Lösungsvorschläge. Nehmen Sie sich erste jetzt die nächsten Schritte vor.

Konkurrenzanalyse

Lernen Sie Ihre Konkurrenz kennen: Welche Keywords verwenden Ihre Mitbewerber auf ihren Websites? Wie kommunizieren sie mit der Zielgruppe? Lassen Sie sich von Beispielen, die Ihnen gut gefallen, inspirieren und holen Sie auch die Meinung anderer ein. So gewinnen Sie erste Ideen dafür, wie Sie Ihre eigene Online-Präsenz optimieren und Ihre Organisation besser positionieren können.

Ziele für die neue Website

Fragen Sie sich im nächsten Schritt, an welchen Stellschrauben Sie drehen müssen.

Design, Content Management System, Server oder Seitenstruktur – was kann bestehen bleiben und was nicht? Soll die Website-Relaunch dazu dienen, die neue Seite responsive zu machen, damit das Design auf unterschiedlichen mobilen Endgeräten immer richtig dargestellt wird?

Vorbereitung auf die Umbauzeit

Ein Website-Relaunch geht selten völlig nahtlos über die Bühne. Es ist darum wichtig, dass Sie die Besucher Ihrer Website darüber informieren, dass ein Relaunch ansteht. Sollte die Website vorrübergehend nicht uneingeschränkt erreichbar sein, sollte eine

Baustellenseite mit 503-Statuscode dies anzeigen. Hier sollten einige Informationen zum Homepage-Relaunch sowie eine E-Mail-Adresse hinterlegt sein. Falls Sie mit Google Ads-Anzeigen werben, pausieren Sie diese, solange die Website nicht erreichbar ist.

Informieren Sie auf allen Kommunikationskanälen über den Relaunch und stellen Sie sicher, dass alle wichtigen Partner über die Unterbrechung informiert wurden.

Technische Grundlagen für den Website-Relaunch

Ihre Website sollte zu Ihrer Organisation passen und die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe optimal bedienen. So individuell Ihre Website auch ist – diese technischen Hinweise sollten Sie in jedem Fall beim Website-Relaunch berücksichtigen.

  • Verwenden Sie eine SSL-Verschlüsselung (https).

  • Wählen Sie den richtigen Server nach Standort und Leistung aus.

  • Entscheiden Sie sich für ein CMS, dass Sie leicht bedienen können.

  • Bauen Sie die Seitenstruktur logisch und gut verständlich auf.

  • Führen Sie Tests durch.

  • Entscheiden Sie sich für ein Responsive Design.

Mobile First

Websites werden heute überwiegend über das Smartphone oder Tablet angesteuert. Falls noch nicht geschehen, sollte Ihr Website-Relaunch voranging dazu dienen, Ihren Webauftritt für Handy und Tablet zu optimieren. Dies macht Ihre Seite nicht nur benutzerfreundlicher, sondern sichert Ihnen auch eine bessere Platzierung in den Suchergebnissen.

Struktur und Aufbau der neuen Website

Erfolgreiche Websites bieten Informationen so an, dass sie klar strukturiert und leicht aufzufinden sind. Das erleichtert es dem Besucher, sich auf der Seite zurechtzufinden und an sein Ziel zu gelangen. Wenn Sie die Informationsstruktur Ihrer Website überarbeiten, stellen Sie folgende Fragen an den Anfang:

  • Welche Seiten sind so wichtig, dass man sie von jedem Punkt der Website aus leicht erreichen sollte? (z.B. Startseite, Spendenseite)

  • Welche Seiten gehören zu einer Kategorie und lassen sich unter einem Navigationspunkt zusammenfassen?

  • Wie würde die typische Customer Journey, also der typische „Reiseweg“ über Ihre Website aussehen?

Achten Sie auf die „Usabilty“, also die Benutzerfreundlichkeit Ihrer Website. Eine Website-Hierarchie mit möglichst wenigen Ebenen ist hierbei ganz entscheidend.

Benutzerfreundlichkeit

Mit dem Begriff Customer Journey bezeichnet man den Weg, den ein potenzieller Kunde (oder Spender) einschlägt, wenn er auf eine bestimmte Website gelangt. Die Navigation und die internen Verlinkungen auf der Website sollten so gestaltet sein, dass der Nutzer schnell an sein Ziel gelangt. Andernfalls riskieren Sie, dass Ihr Nutzer die Seite frustriert verlässt.


Wahl der URL

Wie genau Ihre URL lautet, ist heute für ein gutes Suchmaschinen-Ranking nicht mehr entscheidend. Wenn möglich, ist es trotzdem sinnvoll, das wichtigstes Keyword jeder Seite auch in der URL zu verwenden. Dieses Keyword wird in den Suchergebnissen hervorgehoben. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer auch tatsächlich auf das Suchergebnis klickt, das ihn zu Ihrer Website führt. Überprüfen Sie regelmäßig, wie gut die Unterseiten Ihrer Website für das jeweilige Hauptkeyword ranken.

Ein Tipp zum Aufbau der Struktur

Damit Ihre Seite übersichtlich bleibt und sich gut nutzen lässt, sollte es nicht mehr als vier Verzeichnisebenen geben. Um auf die gewünschte Unterseite zu gelangen, sollten Ihr Nutzer niemals mehr als fünf Klicks benötigen.

Inhalte und Keywords

Gute Inhalte sind ein Muss. Eine Seite, die außer einer klassischen „Über uns“-Seite und einer Aufforderung zum Spenden nichts bietet, wird bei Google kaum auf den vorderen Suchrängen landen. Überlegen Sie sich, welche Inhalte Ihre Nutzer interessieren könnten und lassen Sie entsprechenden Content für Ihre Seite erstellen. Dazu gehören Landingpages, Blogartikel oder Whitepaper. Gehen Sie strategisch an die Content-Erstellung heran, indem sie vorab relevante Keywords recherchieren. Wenn Sie einen Texter oder eine Agentur mit der Content-Erstellung beauftragen, achten Sie auf vorhandene SEO-Expertise.

Tipp Versetzen Sie sich in die Lage eines Besuchers Ihrer Website. Wie würden Sie vorgehen, wenn Sie einen bestimmten Inhalt auf der Seite suchen? Nicht vergessen

  • Optimieren Sie die Auffindbarkeit Ihrer Website zu bestimmten Keywords, indem sie diese in Untertiteln, Descriptions und Alt-Texten von Bildern unterbringen.

  • Verwenden Sie auf jeder Unterseite Ihrer Website eine H1-Überschrift, die das Hauptkeyword dieser Seite enthält. Dieses Keyword sollte in mindestens einer der H2-Überschriften wiederholt werden.

  • Alt-Texte von Bildern sind wichtig für Menschen, die nicht gut sehen können. Vernachlässigen Sie sie darum nicht. Google belohnt dieses kleine Engagement mit einer besseren Platzierung in den Suchergebnissen.

Keyword-Analyse für Ihre Website

Um passende Keywords für Ihre Website zu identifizieren, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Was suchen potenzielle Interessenten?

  • Welchen Begriffen verbinden mögliche Besucher unserer Website mit uns?

Überlegen Sie sich nun, auf welchen Seiten Sie diese Keywords verwenden möchten. Konzentrieren Sie sich für jede Seite auf ein Haupt- und maximal zwei Nebenkeywords.

Landingpages

Landingpages sind Seiten, auf denen Nutzer direkt „landen“, ohne über die Startseite Ihrer Website zu gehen. Nutzen Sie solche Seiten, um gezielt über Themen zu informieren, nach denen potenzielle Interessenten suchen könnten.

Zielgruppengerechte Inhalte

Die Inhalte auf Ihrer Website entscheiden darüber, ob Ihre Nutzer sich länger auf Ihrer Website aufhalten oder ob sie genervt wieder wegklicken. Fragen Sie sich kritisch: Hält die Website die Inhalte bereit, die meine Nutzer erwarten? Je eher die Nutzer zufrieden mit dem präsentierten Content sind, desto höher ist die Chance, dass sie tatsächlich die gewünschte Aktion (z.B. Spende) ausführen. Klären Sie vor dem Homepage-Relaunch, welche Inhalte noch passend sind für Ihre Zielgruppe, welche überarbeitet werden müssen und welche besser ins Archiv wandern.

Personas

Eine Persona ist ein fiktives Kundenprofil. Es beinhaltet Angaben zu Geschlecht, Alter, Ausbildung, Lebensstil, Vorlieben und Abneigungen. Mithilfe eines solchen typischen oder idealen Nutzers Ihrer Website fällt es leichter, zielgruppengerechte Inhalte zu erstellen.

Texte, Bilder und Videos

Grundsätzlich gilt: Je mehr relevante Inhalte eine Seite bereithält, desto höher die Chance auf eine sehr gute Platzierung in den Suchergebnisse. Bestücken Sie Ihre Website beim Relaunch darum großzügig mit Texten, Bildern und Videos. Allerdings nützt der schönste Content nichts, wenn er nicht gefunden wird. Eine konsequente Suchmaschinenoptimierung ist darum das A und O.

Grundregeln zur Texterstellung

  • Texte sollten mindestens 300 Wörter umfassen, um für die Suchmaschine als relevant zu gelten.

  • Strukturieren Sie Texte durch Absätze, Überschriften, Aufzählungen und Fettungen.

  • Verwenden Sie passende Bilder.

Eine gut strukturierte Website mit ansprechender Formatierung erleichtert dem Nutzer den Aufenthalt auf Ihrer Website. Die Chance auf eine längere Verweildauer steigt.

Tipp

Benennen Sie Bild- und Videodateien so, dass aus dem Dateinamen gleich der Inhalt hervorgeht. Das ist relevant für die Google-Bildersuche, erleichtert Ihnen aber auch das Wiederauffinden von Dateien in Ihrem Content-Managementsystem. Trennen Sie dabei Schlüsselbegriffe mit Bindestrichen. Vergessen Sie auch das „Alt-Tag” nicht.

Bilder und Videos

Denken Sie beim Website-Relaunch daran, ansprechendes Bild- und Videomaterial zu verwenden. Bilder lockern Texte optisch auf und lösen Emotionen beim Nutzer aus. Auch für Suchmaschinen ist die Verwendung von Bildern und Videos ein Kriterium. Damit das Bildmaterial nicht die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website beeinträchtigt, sollten die Bilder komprimiert und optimiert sein.

Soziale Medien

Vergessen Sie beim Website-Relaunch Ihre Social-Media-Kanäle nicht. Überlegen Sie sich, welche Inhalte sich gut in den sozialen Medien teilen lassen. Verlinken Sie alle Social-Media-Kanäle, die Sie bespielen, von Ihrer Website aus. Denken Sie bei der Erstellung neuer Inhalte die sozialen Medien gleich mit: Erstellen Sie kurze Teaser und passende Bilder, mit denen Sie Follower Ihrer Social-Media-Seiten auf die entsprechende Landingpage locken.

Indexierung

Folgende Punkte sollten Sie beim Umzug der URLs und der Indexierung beachten.

404-Fehlermeldung personalisieren

Statt der üblichen 404-Fehlermeldung können Sie eine individuelle Fehlermeldung erstellen, mit der Sie eine charmante Botschaft an Ihre Nutzer richten. So ist der Frust über die erfolglose Suche schnell wieder vergessen.

301-Weiterleitungen

Die wichtigsten Unterseiten Ihrer Website sollten auch während des Relaunches zugänglich bleiben. Leiten Sie diese Seiten mithilfe einer 301-Weiterleitung um. So bleiben Ihnen die wertvollen Inhalte erhalten.

Checkliste vor dem Go-Live

  • Robots.txt

  • Sind alle wichtigen Verzeichnisse crawlbar?

  • Gibt es Seiten mit „noindex“-Tag? Ist dies gewollt?

  • 301-Weiterleitungen überprüfen

  • Prüfen, ob alte Weiterleitungen in der .htaccess-Datei auf dem Server entfernt sind

  • XML-Sitemap prüfen und in Google Search Console hochladen

  • Interne Verlinkungen testen

  • Page-Speed testen

  • Responsive Design auf verschiedenen Mobilgeräten testen

  • Website mit verschiedenen Browsern testen

  • Tracking-Codes etwa für Google Analytics, Google Ads und Search Console implementieren

  • 404-Crawling-Fehler überprüfen

  • Prozess fürs Ranking-Monitoring aufsetzen

Checkliste Website-Relaunch

Analyse

a. Alte Seite

b. Konkurrenz

c. Neue Seite

Technische Grundlagen

a. SSL-Verschlüsselung

b. Schneller Server

c. CMS-Auswahl

d. Seitenstruktur logisch und einfach

aufbauen - vorab testen

e. Mobile First Version entwickeln

Struktur und Aufbau der neuen Website

a. Customer Journey

b. Struktur-Regeln

c. Hierarchien

d. Klickpfadlänge

Zielgruppe

a. Analyse und Personas

Keywordanalyse

Texte und Bilder

a. Content

c. Keywords d. Alt-Texte e. Überschriften

Indexierung

a. 404 Fehler b. 301 Weiterleitungen

c. Htaccess überprüfen

d. noindex überprüfen

 Checks vor dem Upload


 


Stephanie Reuter

Nico Reis

Head of Partnerships

RaiseNow

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