Wie Social Entrepreneurs gesellschaftliche Probleme lösen – und wir ihnen Rückenwind geben können.

Ob Chancengleichheit oder Gesundheit, Inklusion oder regionale Entwicklung – Ein Blick in die Zeitung verrät: Gesellschaftliche Herausforderungen gibt es viele. Die gute Nachricht ist: Es gibt auch viele Pioniere, die mit innovativen Ansätzen zu ihrer Lösung beitragen. Und: MitstreiterInnen, die gemeinsam mit ihnen aktiv werden. Auch Sie können Teil dieser Machbarschaft sein – Ideen dafür zeigt Ihnen Laura Haverkamp von Ashoka Deutschland auf.

Ashoka ist die weltweit führende Organisation von und für Social Entrepreneurs. In über 80 Ländern suchen die Teams der Organisation innovative Lösungen zu drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen, nehmen die Pioniere hinter ihnen nach einem einmaligen Auswahlprozess als Ashoka Fellows in das globale Netzwerk auf und begleiten sie auf ihrem Weg, ihre Ansätze möglichst zu verbreiten. Hildegard Schooss beispielsweise setzte erstmals das Konzept der Mütterzentren und Mehrgenerationenhäuser um, Ursula Sladek macht sich mit den Elektrizitätswerken Schönau für Energieversorgung aus Bürgerhand stark und Katja Urbatsch ermöglicht bundesweit mit ArbeiterKind.de neue Perspektiven für Erststudierende in ihren Familien. Drei Beispiele nur von über 3.000 weltweit und 56 in Deutschland.

Was Ashoka Fellows eint ist, dass sie Missstände in der Gesellschaft grundlegend angehen und beheben wollen. Sie trauen sich, anders und groß zu denken – und haben gleichzeitig die unternehmerische Kraft, das Gedachte dann auch umzusetzen und zu verbreiten. So ist der Unternehmer aus unserer Perspektive vor allem jemand, der sich vom „Unterlasser“ unterscheidet. Uns lassen ungewöhnliche Ansätze neugierig werden: Wenn wir merken, dass durch ein Projekt Menschen auf kreative Art befähigt werden sich selbst zu helfen. Wenn ein Brückenschlag zwischen verschiedenen Teilen der Gesellschaft gelingt, oder wenn es Social Entrepreneurs schaffen, die Regeln der Wirtschaft für eine gute Sache zu nutzen und neue Märkte schaffen.

Auch wenn die angestrebte gesellschaftliche Wirkung immer im Vordergrund steht – und ultimativ sich selbst überflüssig zu machen –, so unterscheiden sich Social Entrepreneurs entlang ihrer inhaltlichen Strategien, ihrer Organisationsformen und -größen sowie ihrer Finanzierungsmodelle sehr: Von der „One-Person-Show“ zum globalen Netzwerk oder Franchise-Modell, von der Genossenschaft zur gemeinnützigen AG. Während manche rein spendenfinanziert arbeiten, etablieren andere erfolgreich sogenannte hybride Modelle und wieder andere arbeiten mit dem Sozialstaat als Kunden und ersparen diesem durch eine innovative Leistung hohe Kosten.

In der Vielfalt dieser noch vergleichsweise jungen „Branche“ liegt auch der besondere Reiz, sich in ihr zu engagieren. Lassen Sie mich nur einige Wege aufzeigen, wie wir in die „Machbarschaft für soziale Innovation“ einladen:

  • Lernen Sie die Ashoka Fellows kennen – und lassen Sie sich begeistern; werden Sie Botschafter für ihre Ansätze >> Fellows im Überblick
  • Sie möchten Geld investieren? Prüfen Sie Anlagemöglichkeiten in Social Entrepreneurs, z.B. über die Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship – FASE (www.fa-se.de) oder unterstützen Sie mit einer Spende an Ashoka oder ausgewählte Social Entrepreneurs.
  • Sie möchten sich als Unternehmer einbringen? Dann lernen Sie beispielsweise das Ashoka Support Netzwerk kennen – ein Kreis von Unternehmern und Führungspersönlichkeiten, die Ashoka in Deutschland und global finanziell wie mit Expertise und Netzwerken zur Seite stehen. Oder fragen Sie sich, ob Ihre Produkte und Dienstleistungen für Social Entrepreneurs einen Unterschied machen könnten – zum Beispiel im Rahmen einer pro bono Partnerschaft.
  • Sie sind selbst auf der Suche nach einer neuen Rolle; möchten Zeit und Kontakte investieren? Dann sollten Sie die Personalagentur Talents4Good kennen lernen und mit uns in Kontakt treten.
  • Sie sind selbst gemeinnützig aktiv? Dann suchen Sie Kontakt zu Gleichgesinnten und nach Kooperationsmöglichkeiten, um gemeinsam mehr Wirkung zu erreichen. Lernen Sie von den Strategien erfolgreicher Social Entrepreneurs z.B. über die Ressourcen des Ashoka Globalizer oder die Erfahrungen mit Wirkungsorientierung nach dem Social Reporting Standard.

Es gibt viele Wege, sich einzubringen (siehe auch Grafik: Selbsttest – wie finde ich meine Rolle), und einen motivierenden Ausblick: Stellen Sie sich vor, wir verknüpften zukünftig unsere Ressourcen, um wirksamen Lösungen für drängende gesellschaftliche Probleme nicht nur Sichtbarkeit, sondern auch Rückenwind zu geben und Rahmenbedingungen, in denen sie bald all denen zugutekommen können, in deren Leben sie einen echten Unterschied machen können.

Sie sind neugierig geworden? Hier können Sie weiterlesen:

  • Ashoka Magazin „Each One of you is a Changemaker“ mit Stimmen von Friendesnobelpreisträger und Ashoka Fellow Kailash Satyarthi und vielen mehr (Link)
  • Lernen Sie die Social Entrepreneurs kennen: 2-seitige Wirkungsprofile aller 56 Ashoka Fellows in Deutschland (Link)

Foto Willkommen in  der Machbarschaft: Christian Klant

Kontakt: Laura Haverkamp, Geschäftsleitung und Kommunikation Ashoka Deutschland gGmbH, lhaverkamp@ashoka.org

http://www.neues-stiften.de/wp-content/uploads/2015/06/Ashoka-Machbarschaft_smal.jpghttp://www.neues-stiften.de/wp-content/uploads/2015/06/Ashoka-Machbarschaft_smal-300x300.jpgGastautorStrategieUnternehmen
Wie Social Entrepreneurs gesellschaftliche Probleme lösen – und wir ihnen Rückenwind geben können. Ob Chancengleichheit oder Gesundheit, Inklusion oder regionale Entwicklung – Ein Blick in die Zeitung verrät: Gesellschaftliche Herausforderungen gibt es viele. Die gute Nachricht ist: Es gibt auch viele Pioniere, die mit innovativen Ansätzen zu ihrer Lösung beitragen....