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Instagram für NPOs: Die besten Tipps für Anfänger!

Von Nico Reis

 
Nico Reis

In dieser Rubrik erzählt unser Partner Nico Reis, bekannt als Gründer von Altruja, jetzt Head of Partnerships bei RaiseNow und damit Europas größter Anbieter für digitales Fundraising, von den Trends im digitalen Fundraising. Außerdem verrät er Tipps und Tricks und erklärt, wie gemeinnützige Organisationen mehr Besucher auf Ihre Webseiten bringen.



 

Instagram für NPOs: Was gibt es zu beachten? Wir geben Tipps, wie Sie auf Instagram Spenden sammeln und das Image Ihrer Organisation fördern.

Instagram für NPOs: Tipps und Beispiele

Instagram ist ein erfolgsversprechender Kanal, wenn Sie auf die Arbeit Ihrer Non-Profit-Organisation aufmerksam machen und Spendengelder sammeln möchten. Vorausgesetzt, Sie wissen, worauf Sie achten müssen. Mit diesen anfängertauglichen Tipps gelingt der professionelle Auftritt bei Instagram.


Soziale Netzwerke sind unverzichtbar geworden, wenn es darum geht, Kontakte zu knüpfen, zu halten und auszubauen. Das gilt auch für Non-Profit-Organisationen. Mittlerweile ist die Präsenz bei Facebook, Instagram oder Twitter für viele deutschsprachige NPOs genauso selbstverständlich wie die eigene Website. Andere wagen den Schritt ins Social Web bis heute nicht.


Die Gründe sind vielfältig: Mal sind Zeit oder Geld zu knapp, um sich um das Social-Media-Profil zu kümmern. Oder es fehlt schlicht an den nötigen Kenntnissen. Die Produktion von genügend eigenen Texten, Bilder oder Kurzvideos verschlingt fraglos Zeit und Geld. Diese Gründe mögen zwar individuell nachvollziehbar sein. Andererseits verpassen Organisationen so die Chance, zu vergleichsweise geringen Kosten ein machtvolles PR- und Marketinginstrument für sich zu nutzen – und so möglicherweise beträchtliche Spendensummen zu generieren.


Altersübergreifend sind die am stärksten genutzten Plattformen die Meta-Töchter Facebook und Instagram sowie der Mikroblogging-Dienst Twitter. Bei der ganz jungen Zielgruppe ist außerdem die chinesische Video-App TikTok populär. Gerade Instagram bietet sich für die Imagepflege und – im zweiten Schritt – fürs Fundrainsing an. Die Gründe sind schnell aufgezählt: Erstens erreichen Sie hier bei monatlich zwei Milliarden aktiven Nutzern potenziell ein riesiges Publikum. Zweitens lässt sich die App einfach und intuitiv bedienen. Um zu entscheiden, welche Social Media Kanäle Ihre Organisation bedienen sollte, ist es wichtig, dass Ihre Organisation Ihre Zielgruppen kennt und sie gezielt anspricht.


Hier finden Sie Instagram-Tipps für Anfänger, ergänzt durch Positiv-Beispiele. Diese zeigen, wie NPOs Instagram nutzen, um Aufmerksamkeit zu generieren und Spenden zu sammeln.

Bauen Sie eine persönliche Beziehung zu Ihren Followern auf!

Die klassische Werbung in Form von Printanzeigen, Radiowerbung und TV-Spots wird von vielen Menschen zunehmend ignoriert. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „Werbeblindheit“. Auf Instagram dagegen haben Non-Profit-Organisationen die Möglichkeit, eine große Anzahl von Menschen in persönlicher Weise anzusprechen – und das zu relativ geringen Preisen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten.

1. Schaffen Sie ein Gemeinschaftsgefühl

„WE DID IT!“, postet die Organisation Amnesty International in diesem Beispiel auf ihrem Instagram-Account. Die Verwendung des Wörtchens „Wir“ erlaubt es dem Betrachter, sich als Teil einer Gruppe zu begreifen, die etwas Positives bewirkt hat. Das damit einhergehende Gefühl von Stolz und Freude verbindet sich mit dem Namen Ihrer Organisation.

2. Erlauben Sie Ihren Anhängern einen Blick hinter die Kulissen

Ihre Follower möchten wissen, was genau Ihre Organisation tut. Erfolgreiche Instagram-Accounts zeigen darum Bilder, auf denen Mitarbeiter der NGO Hilfsgüter verteilen, Schutzzelte aufbauen, Nisthilfen installieren oder Ähnliches. Wer Ihrem Kanal folgt, sollte das Gefühl bekommen, hier Bilder zu sehen, die über die traditionellen Medien nicht verbreitet werden. Ungeschönte Fotos von aktuellen Hilfsprojekten lassen den Eindruck entstehen, dass Ihre Organisation glaubwürdig und transparent ist. Das sind entscheidende Eigenschaften, wenn Sie ein positives Image erzeugen und festigen möchten.

Content ist King

Anders als bei Facebook oder Twitter spielen Texte bei Instagram nur eine Nebenrolle. Bei Instagram geht es um Visual Storytelling, also darum, über Bilder eine Geschichte zu erzählen. Daher sind ansprechende Bilder und Videos essenziell, um einen erfolgreichen Instagram-Kanal aufzubauen und zu betreiben. Im Folgenden klären wir, wie dieses Bildmaterial idealerweise aussieht.

1. Ihre Bilder zeigen konkret, was die Arbeit Ihrer Organisation bewirkt

Egal, ob Ihre gemeinnützige Organisation sich für Klimaschutz einsetzt, für chronisch kranke Menschen oder politisch Verfolgte stark macht: Zeigen Sie Bilder, die beweisen, dass Ihre Arbeit positive Auswirkungen hat. Das können die frisch geschlüpften Küken eines seltenen Vogels oder das Lächeln eines sozial benachteiligten Menschen sein – positive Bilder erzeugen positive Gefühle.

2. Zeigen Sie die guten und die schlechten Momente

Um Ihren Followern die Notwendigkeit Ihrer Arbeit klarzumachen, sind aufwühlende Bilder nötig und wichtig. Vergessen Sie aber nicht, auch die schönen Seiten zu zeigen – etwa Bilder eines gemütlichen Beisammenseins oder ein fröhlich lachendes Gesicht. Sonst riskieren Sie, dass Ihre Follower sich von Ihrem Kanal abwenden, weil die deprimierenden Bilder sie zu sehr belasten.


3. Stellen Sie die Arbeit der Helfer in den Vordergrund

Keine Organisation kommt ohne engagierte Mitarbeiter aus, die – oft ehrenamtlich – helfen und unterstützen. Sie erkennen die Leistung dieser Menschen an, wenn Sie Bilder von ihnen posten und sich ausdrücklich für ihr tolles Engagement bedanken.


4. Geben Sie Ihren Spendern ein Gesicht

Sie können Ihre Spender aus der Anonymität herausholen, indem Sie immer mal wieder ein Foto eines Spenders posten. Holen Sie hierfür unbedingt eine schriftliche Einverständniserklärung des Porträtierten ein. Bitten Sie den dargestellten Spender darum, in einem kurzen persönlichen Statement zu erläutern, warum er Ihre Organisation finanziell fördert. So regen Sie andere dazu an, ebenfalls für Ihre Organisation zu spenden.

5. Fotos sind Pflicht, Videos die Kür

Instagram lebt von starken Bildern. Posten Sie mindestens einmal in der Woche eine wirklich gelungene Aufnahme. Wenn Sie ein Gespür dafür entwickelt haben, welche Art von Bildern gut bei Ihren Followern ankommt, können Sie sich an kurze Videos heranwagen. Es gibt unterschiedliche Videoformate bei Instagram. Informieren Sie sich genau darüber, welche Dateigröße und welche Abmessungen die Videos haben sollten, welche Dateiformate unterstützt werden und wie lang ein Video idealerweise sein sollte.


So machen Sie Anhänger zu Spendern!

Anders als die traditionellen Medien ermöglichen Social-Media-Plattformen einen echten Austausch. Aus dieser Möglichkeit ergibt sich eine Verpflichtung: Wenn Sie in den sozialen Medien aktiv werden wollen, müssen Sie mit Ihren Followern kommunizieren – und das auf Augenhöhe. Die meisten Follower bevorzugen es allerdings, Inhalte zu konsumieren, ohne sich selbst zu engagieren – etwas durch ein Like, einen Kommentar oder die Weiterverbreitung eines Posts. Doch erst, wenn es Ihnen gelingt, Ihre Follower zu aktivieren, können Sie das Potenzial von Instagram voll ausnutzen. Engagierte Follower steigern die Bekanntheit Ihrer Organisation und werden so zu Botschaftern, die die Ziele Ihrer Organisation unterstützen. Wie schaffen Sie es also, passive Rezipienten zu aktiven Fürsprechern Ihrer NGO zu machen?


1. Lassen Sie Zahlen sprechen

„60 % of childhood deaths in Nepal are due to malnutrition, which is exacerbated by dirty water. We can change that.“, schreibt die Organisation charitywater zu dieser Aufnahme dreier lachender Mädchen. Wichtig ist hier die Verbindung einer erschütternden Zahl mit einer hoffnungsvollen Botschaft auf der visuellen und textlichen Ebene. „Wir können das ändern!“ ist die Message, die aus Followern Spender macht.


2. Verwenden Sie Hashtags sparsam und überlegt

Hashtags sind Schlagworte, die von einer Raute angeführt werden. Klickt der Nutzer auf einen Hashtag, bekommt er weitere Beiträge angezeigt, die mit diesem Hashtag markiert wurden. Hashtags können sinnvoll und hilfreich sein. Sie sollten Sie aber strategisch einsetzen. Viele Hashtags – etwa #photooftheday, #love oder #beautiful – werden inflationär verwendet und schrecken damit eher ab. Benutzen Sie nur spezifische Hashtags, die etwas mit Ihrer Organisation und deren Zielen zu tun haben. Die Unesco beispielsweise nutzt den Hashtag #WorldEnvironmentDay, um auf eine Veranstaltung zum Weltumwelttag am 5. Juni hinzuweisen. Nutzer, die nach dem Hashtag suchen, finden den Weg zum Profil der Organisation und werden idealerweise zu Followern und Unterstützern.


3. Fordern Sie Ihre Follower auf, sich zu engagieren

Es hilft, wenn Sie Ihren Followern ganz konkret sagen, was Sie sich von ihnen wünschen. Fordern Sie also explizit dazu auf, Beiträge zu teilen oder zu liken. „Sharing is caring!“ lautet hier das Motto. Ein weiterer guter Weg, um Follower zu mehr Interaktion anzuregen, sind Fragen.


Sie können Ihre Follower auch darum bitten, ein eigenes Bild mit dem Hashtag Ihrer Organisation zu posten. Folgen Ihre Follwer diesem Aufruf, dehnen Sie damit Ihre Reichweite enorm aus. Dies stellt die höchste Form des Engagements dar und zeigt, dass Ihre Anhänger sich als Sprachrohr Ihrer Organisation begreifen. Eine gute Möglichkeit kann ein Foto-Wettbewerb sein, bei dem die Follower eigene Aufnahmen mit dem Hashtag Ihrer Organisation versehen. Die Gewinnerfotos können Sie wiederum von Ihrem Organisations-Account aus teilen.


Fazit

Richtig genutzt, bietet Instagram NPOs zahlreiche Möglichkeiten, das Image der eigenen Organisation positiv zu beeinflussen, mit der Zielgruppe zu kommunizieren und Interessierte zu engagierten Botschaftern und Spendern zu machen. Behalten Sie dabei im Hinterkopf, dass dieser Kommunikationskanal hauptsächlich von einer jüngeren Zielgruppe unter 35 Jahren genutzt wird. Mit gutem Content – insbesondere gutem Bildmaterial – steigern Sie den Bekanntheitsgrad Ihrer Organisation bei dieser Zielgruppe und fördern das positive Image Ihrer NPO. Unseren Instagram-Tipps für Anfänger helfen Ihnen dabei.

 


Stephanie Reuter

Nico Reis

Head of Partnerships

RaiseNow

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