Wie überprüft man eigentlich den Erfolg einer Stiftung? Und wie lässt sich deren Wirkung und Gewinn für die Gesellschaft feststellen? – Ein Schnellüberblick.

Ob eine Stiftung erfolgreich arbeitet bemisst sich vor allem daran, was sie bei ihren Zielgruppen bewirkt. Wirkungen – so genannte Outcomes – können etwa sein, dass eine Zielgruppe neue Fähigkeiten erwirbt, positive Veränderungen im Handeln zeigt oder sozial aufsteigt. Damit diese Wirkungen überhaupt eintreten können, bedarf es folgender Voraussetzungen:

  • Die Stiftung kann klar benennen WAS bei den Zielgruppen erreicht werden soll und WARUM: Es existieren Wirkungsziele und lässt sich begründen, warum diese Ziele zu einer Verbesserung beitragen. Das setzt voraus, dass im Vorfeld geklärt wurde, ob für das Projekt überhaupt ein Bedarf besteht, welche konkreten Bedürfnisse die Zielgruppen haben und welche ähnlichen Angebote es bereits gibt.
  • Es ist klar, WIE die Ziele erreicht werden sollen. Neben einem fundierten Konzept verfügt die Stiftung über eine klare Wirkungslogik. „Wirkungslogik“ heißt, die eingesetzten Ressourcen, durchgeführten Aktivitäten und erzielten Wirkungen in einen kausalen Zusammenhang zu setzen, um nachvollziehen zu können, welche Schritte für das Erreichen der gesteckten Ziele notwendig sind.
  • Es gibt Belege oder zumindest Hinweise darauf, dass Wirkungen erzielt werden. Das heißt, die Stiftung erfasst bei einzelnen Förderprojekten jeweils die Outputs (z.B. erreiche Personen) und Outcomes (z.B. Verhaltensänderung der Zielgruppe), anhand ausgewählter Indikatoren, die sich aus den Wirkungszielen ableiten.
  • Die Stiftungsarbeit wird aktiv gesteuert. Das bedeutet, dass die Erkenntnisse aus dem Monitoring regelmäßig genutzt werden, um zu überprüfen, ob die Stiftung noch auf Kurs liegt oder ob Kurskorrekturen notwendig sind. Eine aktive Steuerung lässt sich auch daran erkennen, dass die Stiftungsverantwortlichen eine positive Fehler- und Lernkultur etablieren.
  • Die Stiftung arbeitet transparent: Aufwände, Aktivitäten und Wirkungen einzelner Projekte sind allen Stakeholdern zugänglich. Auch Misserfolge und daraus gezogene Rückschlüsse werden kommuniziert.

Nun sind diese Kriterien keine Garantie dafür, dass eine Stiftung erfolgreich arbeitet. Aber sie geben Aufschluss darüber, ob überhaupt die Voraussetzungen für eine erfolgreiche und wirksame Stiftungsarbeit gegeben sind. Stiftungen tun gut daran, sich dem Thema Wirkung entspannt zu nähern und es vor allem als Chance zu betrachten.

Wirkungstreppe

Die Wirkungstreppe veranschaulicht die unterschiedlichen Stufen sozialer Wirkung.

Übrigens: Anregungen, wie sich Wirkung von Anfang an in die Stiftungsarbeit einplanen lässt, finden Sie im „Kursbuch Wirkung – für alle, die Gutes noch besser tun wollen“, kostenlos als PDF oder Print-Exemplar: Jetzt bestellen oder downloaden unter: www.kursbuch-wirkung.de …

http://www.neues-stiften.de/wp-content/uploads/2016/01/hook-881437_1280-940x940.pnghttp://www.neues-stiften.de/wp-content/uploads/2016/01/hook-881437_1280-300x300.pngDr. Andreas RickertOrganisationenStrategieStiftung errichten,Stiftung gründen,StiftungsManagement,Strategie
Wie überprüft man eigentlich den Erfolg einer Stiftung? Und wie lässt sich deren Wirkung und Gewinn für die Gesellschaft feststellen? – Ein Schnellüberblick. Ob eine Stiftung erfolgreich arbeitet bemisst sich vor allem daran, was sie bei ihren Zielgruppen bewirkt. Wirkungen – so genannte Outcomes – können etwa sein, dass eine...