Heutzutage sind nachhaltige Geldanlagen im Niedrigzinsumfeld eine Herausforderung:  aktuell existieren nur wenige Möglichkeiten, die eine höhere Rendite in Aussicht stellen. So sind Investoren vermehrt auf der Suche nach einer Investition, die mehr verspricht als nur einen materiellen Mehrwert: Die sinnvolle Investition.

Die neue Art des Investierens heißt  „Impact Investing“ – wirkungsorientiertes Investieren. Was in USA und Großbritannien bereits als eine „sinnvolle Geldvermehrung“ gesehen wird, steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Ein Ziel dieser Anlagephilosophie sind dabei Social Entrepreneurs oder auf Deutsch: Sozialunternehmer. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie vorrangig ein gesellschaftliches Problem mit unternehmerischen Mitteln lösen wollen. Geld zu verdienen ist dabei eher Nebensache. Jedoch sind momentan erst wenige Sozialunternehmen am Markt, bei denen die nötigen Voraussetzungen für eine Investition auch erfüllt sind. Wie mache ich sie finanzierungsreif? Und wie den künftigen Impact Investoren den Weg in diese Art des Anlegens ebnen?

Als Intermediär will die Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship, (www.fa-se.de), genau dieses Thema lösen: Sie gestaltet auf beiden Seiten den noch jungen Social Entrepreneurship Markt entscheidend mit. Dabei sind einige Hürden zu knacken. Kapitalgeber müssen neben den gewohnten Überlegungen zu Rendite, Risiko und Liquidität eine neue, entscheidende Dimension miteinbeziehen:   Den sogenannten „Impact“, die soziale und/oder ökologische Wirkung. Doch wie groß ist diese Wirkung und kann der betreffende Sozialunternehmer sie mit seinem Modell auch in die Tat umsetzen? Nicht selten ist diese Frage einer der wesentlichen Faktoren bei einer Entscheidung. Der Impact Investor möchte, ähnlich wie der Spender, etwas Gutes bewirken. Aber er möchte auch wissen, dass der Sozialunternehmer sein Geschäftsmodell so intensiv geprüft und getestet hat, dass die Chancen, im Markt zu bestehen, möglichst groß sind.

Hier kommt FASE ins Spiel: Social Entrepreneurs werden für solche Investitionen fit gemacht („Investment Readiness“), worauf dann ein Mandat für eine Transaktionsunterstützung aufsetzen kann. Investoren wiederum haben die Chance, sich an das neue Thema heranzutasten, indem sie spannende, finanzierungsreife Kandidaten vorgestellt bekommen und ihre Faszination für das wirkungsorientierte Anlegen („Impact Investing“) entdecken.

Ein wichtiger Knackpunkt in diesem noch jungen Markt ist es, die passende Finanzierungsform für den jeweiligen Sozialunternehmer zu finden. Sein ungewöhnliches Profil passt nicht in das übliche Schema. Einerseits verfügt er meist nicht über die klassischen Sicherheiten, um ein Bankdarlehen aufzunehmen. Andererseits hat er durch sein vorrangiges Ziel, ein gesellschaftliches Problem zu lösen, in der Regel nicht dasselbe Renditepotential, das die üblichen Eigenkapitalgeber anzieht.

Ein Social Entrepreneur benötigt deshalb engagierte Wagniskapitalgeber, die bereit sind, für sein Wachstum rückzahlbares Kapital einzusetzen. Und die für den Mehrwert von sozialer Wirkung mit einer moderaten Rendite glücklich sind. Eine Spende wirkt nur einmal. Ein Impact Investment kann bei Erfolg wieder in neue soziale Projekte fließen. Sollte sich das Potential wider Erwarten dann doch nicht entfalten, bleibt immerhin die Gewissheit, den sozialen Mehrwert gefördert und ein selbsttragendes Geschäftsmodell unterstützt zu haben. Diese Art des Engagements bietet insofern eine nachhaltigere Lösung für soziale Probleme an als eine Spende, die im schlimmsten Fall nur kurzfristig hilft oder ohne Wirkung verpufft.

Fazit: Soziales Investieren ist ein junger Markt mit vielen Herausforderungen. Doch für solche Investoren, die einen wichtigen Beitrag zur dauerhaften Lösung eines sozialen oder ökologischen Problems leisten wollen und sich dafür mit einer moderateren finanziellen Rendite zufrieden geben, macht ein solches Investment absolut Sinn.

Kontakt: Ellinor Schweyer, Gründerin & Geschäftsführerin, FASE (Finanzierungsagentur für Social entrepreneurship GmbH), info@fa-se.eu.

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Heutzutage sind nachhaltige Geldanlagen im Niedrigzinsumfeld eine Herausforderung:  aktuell existieren nur wenige Möglichkeiten, die eine höhere Rendite in Aussicht stellen. So sind Investoren vermehrt auf der Suche nach einer Investition, die mehr verspricht als nur einen materiellen Mehrwert: Die sinnvolle Investition. Die neue Art des Investierens heißt  „Impact Investing“ –...