„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

Dieses Zitat des Schriftstellers Erich Kästner muss häufig herhalten, wenn über das gesellschaftliche Engagement von Menschen gesprochen beziehungsweise geschrieben wird.

Für mich waren es zwei Punkte, die mich veranlassen, auf Erich Kästner zurückzugreifen. Zum einem ist Kästner ein großartiger deutscher Schriftsteller, der in ganz besonderen Weise den moralischen Blick auf die Gesellschaft geworfen hat. Zum zweiten ist dieses Zitat in doppelter Hinsicht für diese Kolumne passend.

Der erste Grund ist diese Plattform, auf der Sie diese Zeilen lesen. Der Stiftungs-Zirkel ist eine neue Plattform, die für FörderStiftungen in Deutschland entwickelt, gestaltet und geschaffen wurde. Das Motiv der Eltern dieser Online-Plattform ist ein sehr ehrenwertes, wie Kästner sagen würde,  ein anständiges Motiv.

Es geht ganz einfach darum, den verantwortlichen Menschen in Stiftungen eine jederzeit verfügbare Kompetenz-Plattform zur Verfügung zu stellen, die Antworten auf die alltäglichen Fragen der Arbeit in Vorständen, Geschäftsführung und Aufsichtsgremien zu geben. Diese Informationen werden von Fachleuten ohne Einschränkungen zur Verfügung gestellt. Es werden keine Gegenleistungen erwartet, aber rege Teilnahme gewünscht. Es wird keine Werbung geben, aber es können Kontakte geknüpft werden. Es werden zahlreiche Informationen angeboten, ohne andere StiftungsPlattformen überflüssig zu machen. Es werden Anregungen gegeben, aber keine absoluten Weisheiten vertreten. Kurzum: es gibt eine Plattform, die für Sie interessant sein will und hoffentlich auch wird.

„Warum machen Menschen so etwas?“ werden Sie sich vielleicht fragen.
Meine Antwort: Aus Überzeugung. Wir beschäftigen uns intensiv mit den strategischen und konzeptionellen Anforderungen an Stiftungen. Diese Erfahrungen, dieses Wissen stellen wir bedingungslos und unentgeltlich für StiftungsManager zur Verfügung. Was bisher nur in Vorträgen, Seminaren und Gesprächen angeboten werden konnte, wird jetzt unabhängig von Zeit und Ort im Internet zur Verfügung stehen.

Den zweiten passenden Grund für das eingangs erwähnte Zitat von Erich Kästner liefert der aktuelle Schwerpunkt des StiftungsZirkels. Unter der Überschrift „Stiftungen: Zwischen Respekt und Misstrauen“ beschäftigen sich Fachleute aus verschiedenen Disziplinen mit der spannenden Frage, welche Erwartungen die Öffentlichkeit an Stiftungen haben.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass allen Stiftern und Stiftungen, den gemeinnützigen Organisationen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein großer Respekt von den Menschen entgegengebracht wird. In einer Gesellschaft, in der ehrenamtliches Engagement zum Alltag dazugehört, in einem Kulturkreis, in der christliche Nächstenliebe ein Grundpfeiler des Miteinanders ist, verwundert diese Reaktion natürlich nicht.

Doch der gesellschaftliche Respekt ist kein weiches Ruhekissen. Dieser Respekt muss sich durch Taten Tag für Tag erarbeitet werden. Wir alle kennen aus den Medien die Aufregungen nach einem Spendenskandal, wie es beispielsweise UNICEF aushalten musste. Auch hat die sogenannte Dienstwagen-Affäre der Berliner Treberhilfe es zu einer traurigen bundesweiten Berichterstattung geschafft.

Im geschäftlichen Alltag sehen wir, dass überall Fehler gemacht werden. Profit- und Non-Profit-Unternehmen werden von Menschen geführt. Menschen, die Stärken und Schwächen haben. Doch die Erfahrung zeigt, dass gerade bei Mitarbeitern gemeinnützigen Stiftungen erwartet wird, dass diese keine Schwächen zeigen.

Unser Schwerpunkt geht auf diese Erwartungen, auf die Chancen und Risiken der Arbeit von gemeinnützigen Stiftungen ein. Ich lade Sie ein, sich an den Diskussionen und Gesprächen aktiv zu beteiligen. Und natürlich bin ich, genauso wie unser StiftungsZirkel-Team neugierig auf Ihre Meinung zu dieser Plattform.

Kurz und gut: Wir freuen uns auf Sie!

Ihr

Andreas Schiemenz

http://www.neues-stiften.de/wp-content/uploads/2015/06/andreasschiemenz_salonier.pnghttp://www.neues-stiften.de/wp-content/uploads/2015/06/andreasschiemenz_salonier.pngAndreas SchiemenzOrganisationenStrategie
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Dieses Zitat des Schriftstellers Erich Kästner muss häufig herhalten, wenn über das gesellschaftliche Engagement von Menschen gesprochen beziehungsweise geschrieben wird. Für mich waren es zwei Punkte, die mich veranlassen, auf Erich Kästner zurückzugreifen. Zum einem ist Kästner ein großartiger deutscher Schriftsteller, der in...