Philanthropie braucht Verbündete: Sie benötigt aufgeschlossene innovative Unternehmen, Sponsoren und Förderer, die neben dem Staat Verantwortung übernehmen. Daher ist die Zusammenarbeit von Unternehmen und Stiftungen bzw. Non-Profit-Organisationen seit jeher wichtig.

Stifterinnen, Unternehmerinnen und Vertreterinnen des Non-Profits-Bereich trafen sich am 9. September 2016 in der HSH Nordbank zum 13. Hamburger Stifterinnenfrühstück. Das Thema der Veranstaltung hieß „Erfolgsrezepte für die Zusammenarbeit von Unternehmen und Stiftungen“. Knapp 100 enthusiastische und engagierte Stifterinnen, Unternehmerinnen und Frauen aus dem Non-Profit-Bereich interessierten sich für das Thema und die Referentin: Manuela Rousseau – Professorin, Aufsichtsrätin der Beiersdorf AG und Leiterin des Bereichs Corporate Social Responsibility Headquarters der Beiersdorf AG, Hamburg.

Studie: Soziales Engagement zahlt sich für Unternehmen aus

Nicht weiter verwunderlich, denn bereits die in diesem Frühjahr herausgebrachte repräsentative Studie „Soziales Engagement zahlt sich für Unternehmen aus“ von Dr. Grieger & Cie. Marktforschung hat herausgefunden, dass sich das Konsumverhalten der Deutschen mehr und mehr ändert. Die Deutschen würdigen heute mehr als früher das verantwortungsvolle Handeln von Unternehmen und stellen entsprechend ihr Kaufverhalten um. Für die Beiersdorf AG ist verantwortungsvolles Handeln von jeher ein Bestandteil der Unternehmensphilosophie: Bereits Oscar Troplowitz legte Ende des 19. Jahrhunderts den Grundstock für das soziale Engagement – bezahlter Urlaub, kostenloses Mittagessen, Reduzierung der Arbeitszeit und Aufbau des Stadtparks als Naherholungsgebiet für alle Hamburgerinnen und Hamburger. Dieses Vermächtnis wirkt bis heute nach und wurde in einem kurzweiligen und inspirierenden Impulsvortrag mit dem Titel „Im Dialog: Erfolgsrezepte für die Zusammenarbeit von Unternehmen und Stiftungen“ von Professorin Manuela Rousseau dargestellt.

Ausschlaggebend für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind Projekte, die in die Region passen und einen konkreten Bedarf abdecken, Projekte mit Nachhaltigkeit und Vorbildcharakter. Die geförderten Maßnahmen sollen da wirken, wo sie gebraucht werden – bei den Menschen vor Ort. Das belohnen die Konsumenten mit einer erhöhten Zahlungsbereitschaft. Flüchtlingskrisen, marode Staatshaushalte und Digitalisierung führen dazu, dass die Gesellschaft ihre Erwartungshaltung gegenüber Unternehmen ändert. Sie fordern – laut der oben genannten Studie –, dass Unternehmen „mehr Eigenverantwortung für ihre Geschäfte, aber auch für die Gesellschaft insgesamt“ übernehmen. 

Ideen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit

Die abschließende heitere wie konstruktive Diskussion des Stifterinnenfrühstück, moderiert von Angela Krzykowski, beschäftigte sich mit genau diesem Thema. Wie kommen Unternehmen und Stiftungen zusammen? Welche Idee kann gerade zur Zeit des Weihnachtsfestes umgesetzt beziehungsweise auf den Weg gebracht werden? Immer unter Berücksichtigung einer qualitativen, nachhaltigen und transparenten Zusammenarbeit. Die Ideen, die entwickelt wurden, sprudelten nur so: Kreativ, qualitätsvoll und nachhaltig. So, fanden eine Kunstsachverständige und eine Teespezialisten zusammen, um ein eventuelles Projekt rund um das Thema Flüchtlinge und die Verarbeitung ihrer Traumata zu bewerkstelligen. Tee hat gerade in den arabischen Ländern eine große Bedeutung: Gäste werden damit in Empfang genommen, Ruhe kehrt ein und die Zubereitung wird mit Genuss und Zeit zelebriert. Kunst hilft dabei, sich über Sprachen hinaus zu verständigen, Erlebtes zu verarbeiten und eine Brücke zwischen Kulturen zu schlagen. Der Wunschbaum war eine andere vorgestellte Projektidee. In einem Unternehmen wird beispielsweise ein Tannenbaum aufgestellt, an dem sozial benachteiligte Kinder ihre Wünsche hängen dürfen: materiell wie immateriell. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich diesen Wünschen annehmen und den Kindern und sich selbst zu persönlichen Glücksmomenten verhelfen.

Einige der angedachten Projekte werden wohl weitergedacht werden. Nichts anderes hat das Veranstaltungsteam erwartet: Wenn knapp 100 Damen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Non-Profit-Welt und Unternehmen aufeinander treffen und sich über ein gesellschaftlich so relevantes Thema wie die Zusammenarbeit von Unternehmen und Stiftungen bzw. Non-Profit-Organisationen austauschen, dann geht es auf jeden Fall lebhaft zu und es wird nicht gezögert, sich rege über die eigenen Erlebnisse und Erfahrungen auszutauschen.

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Philanthropie braucht Verbündete: Sie benötigt aufgeschlossene innovative Unternehmen, Sponsoren und Förderer, die neben dem Staat Verantwortung übernehmen. Daher ist die Zusammenarbeit von Unternehmen und Stiftungen bzw. Non-Profit-Organisationen seit jeher wichtig. Stifterinnen, Unternehmerinnen und Vertreterinnen des Non-Profits-Bereich trafen sich am 9. September 2016 in der HSH Nordbank zum 13....