Der scheidende Präsident der William & Flora Hewlett Foundation spricht über die wachsende Bedeutung von strategischer Philanthropie im letzten Jahrzehnt und ihren Aussichten für die Zukunft

Ergebnis-orientierte Philanthropie ist mindestens 100 Jahre alt, hat aber in den letzten 10 Jahren einen Aufschwung sowohl in ihrer Intensität als auch in ihrem Ausmaß erreicht.

Ergebnis-orientiert steht dabei als Synonym für „strategisch“ und „effektiv“. Sie bezieht sich auf Philanthropie, in der Geber danach trachten, klar definierte Ziele zu erreichen; in der sie und ihre „Stipendiaten“ evidenz-basierte Strategien für die Erreichung dieser Ziele verfolgen; und in der beide Parteien ihre Fortschritte gegenüber dem Ergebnis monitoren und ihren Erfolg bei der Erreichung dieser beurteilen, um entsprechende Kurskorrekturen vorzunehmen.

Doch trotz der wachsenden Überzeugung, dass die Arbeit des Sektors auf zielorientierten, evidenzbasierten Strategien fußen soll, folgen nur sehr wenige Geber diesen Prinzipien.

Es gibt so viele unterschiedliche Ansätze, manche davon zur Zeit fast unentrinnbarer Trend wie das so viel zitierte Impact Investing, wie Kritikpunkte. Aber was wird das kommende Jahrzehnt bringen?

Dieses Jahrzehnt endet mit einer gesunden Debatte in Journalen und Blogs, die zu ihrem Beginn nicht existierten, und mit vielen Institutionen und Praktiken, die blühen. Sie endet auch mit einem beträchtlichen Interesse an der Nutzung des Social Web, um Wirkung zu erhöhen, an Crowdsourcing, Design Thinking, und anderen Methoden, um innovative Ideen zu entwickeln – trotzdem, unglücklicherweise, weniger Enthusiasmus für die Skalierung erfolgreicher Strategien.

Einige der spannendsten Innovationen betrafen die Non-Profit-Finanzierung, inklusive „Zahlung gegen Leistung“-Plänen, in denen Investoren empfangenden Organisationen nur dann Geld zur Verfügung stellen, wenn sie bestimmte Ergebnis-Ziele erreichen. Es gibt einige Experimente mit Impact Bonds, die dieses Schema mit den Kapitalmärkten kombinieren, um erfolgreiche Strategien zu skalieren.

Trotz all der verbesserten Praktiken und neuen Ideen des letzten Jahrzehntes, bleibt Philanthropie ein Under-Performer hinsichtlich der Erzielung von gesellschaftlichen Ergebnissen. Aber trotz all dieser Probleme wird ergebnisorientierte Philanthropie auch weiterhin ein Momentum haben. Auch wenn sehr oft mehr darüber gesprochen wird, als gehandelt, so geht das Darüber-Sprechen oft Aktion voraus.

Mit vielen neuen großen Stiftungen, die im nächsten Jahrzehnt gegründet werden, gibt es eine große Möglichkeit, die Wirkung des Sektors zu erhöhen. Aber um wirklich Fuß zu fassen, wird ergebnisorientierte Philanthropie schlussendlich eine Veränderung im Denken von sehr vermögenden Gebern darüber geben müssen, was es bedeutet, ein guter Philanthrop zu sein – vielleicht keine weniger ehrgeizige Transformation, die durch 40 Jahre Bemühungen durch konservative Stiftungen dabei erzielt wurde, den Blickwinkel der Bürger auf die Regierung zu verändern oder die erweiterte Bedeutung von Ehe zu entwickeln. 

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Der scheidende Präsident der William & Flora Hewlett Foundation spricht über die wachsende Bedeutung von strategischer Philanthropie im letzten Jahrzehnt und ihren Aussichten für die Zukunft Ergebnis-orientierte Philanthropie ist mindestens 100 Jahre alt, hat aber in den letzten 10 Jahren einen Aufschwung sowohl in ihrer Intensität als auch in ihrem...