Die OFD Niedersachsen hat mit Verfügung vom 22.12.2015 (OFD Niedersachsen, Verfügung v. 22.12.2015 – S 7109-31-St 171, UR 2016, 295) darauf hingewiesen, dass Sachspenden grundsätzlich der Umsatzsteuer unterliegen. Die Bemessungsgrundlage einer Sachspende bestimmt sich nicht nach den ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten, sondern nach dem fiktiven Einkaufspreis im Zeitpunkt der Spende.

Dies gelte auch für im Unternehmen selbst hergestellte Gegenstände (Abschnitt 10.6 Abs. 1 Satz 3 UStAE). Die OFD Niedersachsen fügt ergänzend an, dass der Wert gespendeter Waren, die nicht mehr verkäuflich sind, naturgemäß gegen 0 € tendiert. Solche Waren sind z.B. Lebensmittel, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen und Frischwaren, wie Obst und Gemüse mit Mängeln. Aber auch der Wert von Artikeln des Non-Food-Bereichs mit falscher Etikettierung oder unzureichender Befüllung dürfte danach regelmäßig mit 0 € anzusetzen sein.

Umsatzsteuer auf Sachspenden?http://www.neues-stiften.de/wp-content/uploads/2016/10/apple-620279_1280-940x705.jpghttp://www.neues-stiften.de/wp-content/uploads/2016/10/apple-620279_1280-300x300.jpgHeide BleyOrganisationenRecht & SteuernSachspenden,Umsatzsteuer
Die OFD Niedersachsen hat mit Verfügung vom 22.12.2015 (OFD Niedersachsen, Verfügung v. 22.12.2015 – S 7109-31-St 171, UR 2016, 295) darauf hingewiesen, dass Sachspenden grundsätzlich der Umsatzsteuer unterliegen. Die Bemessungsgrundlage einer Sachspende bestimmt sich nicht nach den ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten, sondern nach dem fiktiven Einkaufspreis im Zeitpunkt der...