Beteiligt sich eine gemeinnützige Stiftung an einer gewerblich geprägten vermögensverwaltenden Personengesellschaft, unterhält sie auch dann keinen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, wenn die Personengesellschaft zuvor originär gewerblich tätig war. (BFH, Urteil vom 18.02.2016, Az.: V R 60/13, DStRE 2015, 466)

Bereits der I. Senat des BFH hatte entschieden (BFH, Urteil vom 25.05.2011, Az.: I R 60/10), dass die Beteiligung einer gemeinnützigen Stiftung an einer gewerblich geprägten vermögensverwaltenden Personengesellschaft keinen steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb darstellt. Der V. Senat des BFH ergänzt diese Rechtsprechung und entschied, dass Beteiligungserträge einer gewerblich geprägten vermögensverwaltenden Personengesellschaft auch dann steuerfrei seien, wenn die Personengesellschaft ursprünglich gewerblich tätig war.

Es sei nicht zulässig, diese Beteiligungserträge dem steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb solange zuzurechnen und zu besteuern, bis die während der gewerblichen Tätigkeit der Personengesellschaft gebildeten stillen Reserven des Betriebsvermögens aufgedeckt und der Besteuerung zugeführt seien. Der BFH begründet seine Auffassung damit, dass es für eine solche Besteuerung an einer Rechtsgrundlage fehle und eine Besteuerungslücke nicht erkennbar sei.

http://www.neues-stiften.de/wp-content/uploads/2016/11/puzzle-1721323_1920-940x474.jpghttp://www.neues-stiften.de/wp-content/uploads/2016/11/puzzle-1721323_1920-300x300.jpgHeide BleyOrganisationenRecht & SteuernBeteiligungserträge,steuerfrei
Beteiligt sich eine gemeinnützige Stiftung an einer gewerblich geprägten vermögensverwaltenden Personengesellschaft, unterhält sie auch dann keinen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, wenn die Personengesellschaft zuvor originär gewerblich tätig war. (BFH, Urteil vom 18.02.2016, Az.: V R 60/13, DStRE 2015, 466) Bereits der I. Senat des BFH hatte entschieden (BFH, Urteil vom 25.05.2011, Az.:...