Jeder User, der auf Ihre Webseite kommt, ist ein potentieller Spender. Bei 1000 Usern pro Monat wären das richtig viele Spenden. Doch nur 2,5 Prozent dieser Besucher spenden.

Doch bedenken Sie: Sobald ein User auf Ihre Webseite kommt, ist er interessiert an Ihrer Arbeit. Also stellt sich die Frage, wie Sie es schaffen können, die 97,5 Prozent für sich zu nutzen. Das Zauberwort hier heißt: Interessentenbindung.

Was ist Interessentenbindung?

Informiert sich ein potentieller Interessent erst einmal, geht es also darum, ihn zu halten.  Dazu müssen Sie Ihn aber kennen. Sobald der User von Ihrer Seite verschwunden ist, ohne Spuren zu hinterlassen, ist er für Sie verloren. Doch was bedeutet dies im Umkehrschluss? Sie benötigen Informationen von Ihren Usern – und hier setzt die Interessentenbindung an.

Facebook spielt diesen Prozess durch den eigenen Aufbau direkt durch. Ein klarer Call to Action („gefällt mir“) ist der erste Schritt zur Bindung. Jetzt erhält Ihr Fan Ihre Informationen direkt durch die Statusupdates. Facebook ist an sich also bereits ein starkes Tool zur Interessentenbindung.

Allerdings sind Social-Media-Aktivitäten nur ein Mittel zum Zweck und haben den Nachteil, dass die Aktionen nicht auf Ihrer Seite passieren. Sie erhalten also keine E-Mail-Adressen, nur ein Teil der Fans wird durch die Nachricht überhaupt erreicht und weiteres mehr .

Deshalb ist es wesentlich wichtiger, diese Form der „Leadgenerierung“ auf der eigenen Homepage durchzuführen. Das bekannteste Element ist hierbei die Anmeldung zum Newsletter. Der Newsletter ist natürlich bereits ein sehr starkes Element, um Ihren Interessenten immer wieder Informationen zukommen zu lassen . Ziele, Inhalte und Ideen können dadurch gut transportiert werden.

Der wichtigste Schritt ist also:

Fordern Sie den User auf, sich einzutragen. Setzen Sie einen klaren Call to Action.

Allerdings hat ein klassisches Newslettermailing auch Nachteile: die Interaktion mit dem Interessenten ist gering. Deswegen bietet es sich an, neben dem  Newsletter noch weitere “Mitmachaktivitäten” anzubieten. Dies kann zum Beispiel eine Kampagne sein, welche auf einen Mitmach-Faktor ausgelegt ist. Durch die Interaktion setzt sich der Interessent intensiver mit der Organisation auseinander. Einfache Beispiele sind Petitionen, Gewinnspiele oder Aktionen wie „Gesicht zeigen“ (Zeig dein Gesicht für/gegen).

Setzen Sie also auf Interaktion.

Auch das sogenannte Drip-Marketing bietet sich gut an, um Interessenten zu binden. Drip-Marketing ist eine E-Mail-Abfolge. In dieser können Sie eine Kampagne über mehrere E-Mails erzählen und den Interessenten so immer wieder auf Ihre Kampagne aufmerksam machen.  Sie können dadurch ein Problem zielgerichteter erklären. Stellen Sie hier nicht Ihre Organisation, sondern Ihre Arbeit in den Vordergrund.

Relevanter als Informationen über Ihre Organisation ist die Information über Ihre Arbeit.

Mit all diesen Optionen haben Sie den User bereits längerfristig gebunden, da Sie Ihn immer wieder gezielt ansprechen können, und er für Sie kein Unbekannter ist.  Ebenfalls können Sie den Interessenten so immer wieder zum Spenden auffordern.

Setzen Sie Spendenaufforderungen gezielt ein, überfordern Sie den Interessenten aber nicht.

Neben all diesen Möglichkeiten gibt es  noch weitere Aspekte, die beachtet werden müssen. Denn gut gemachte Kampagnen sind noch nicht alles, um einen Interessenten zum Spender zu bewegen.

So spielen Umfragen zufolge auch Transparenz, regionale Nähe und geringe Kosten eine Rolle. Zeigen Sie den Interessen und Spendern, was mit dem Geld passiert und was mit diesem erreicht wurde. Dies schafft einen positiven Bezug und hebt die Spendenwahrscheinlichkeit. Diese Transparenz wird auch oft in Verbindung mit regionaler Nähe gebracht. Sehen Interessenten, dass sie direkt vor Ort etwas bewirken können, so steigt ebenfalls die Bereitschaft an. Denken Sie also auch an regionale Kampagnen.

Neben räumlicher Nähe und Weitergabe der Spende kann auch die absichtliche Veröffentlichung der Spendernamen einen kleinen Anreiz bieten.

Neben all den aufgezählten Faktoren ist am Ende aber vor allem die Art, wie gespendet werden kann, relevant. Zum einem sollte die Möglichkeit zum Spenden einfach sein. Wer erst eine Vielzahl von Daten eingeben muss, ist eher abgeneigt. Die Vielfalt der Zahlungsoptionen spielt ebenfalls eine Rolle. Was Internet-Plattformen wie Amazon und eBay schon lange vormachen, sollte auch beim Spenden möglich sein. Ob mit Kreditkarte, per Lastschrift oder mittels PayPal, für eine gute Spendenabwicklung sollten Sie auf die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen einzugehen.

Interessentenbindung ist eine Zeitfrage. Doch Sie werden merken, dass die Umsetzung sich lohnt. Wenn der Interessent häufiger von Ihrer Organisation hört und mitgenommen wird, fühlt er sich mit Ihnen verbunden. Die Anzahl der Spenden steigt und so machen Sie aus Ihren Interessenten Ihre Spender.

 

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Jeder User, der auf Ihre Webseite kommt, ist ein potentieller Spender. Bei 1000 Usern pro Monat wären das richtig viele Spenden. Doch nur 2,5 Prozent dieser Besucher spenden. Doch bedenken Sie: Sobald ein User auf Ihre Webseite kommt, ist er interessiert an Ihrer Arbeit. Also stellt sich die Frage, wie...