Soziale Netzwerke sind aus der heutigen Alltagswelt nicht mehr wegzudenken. Unternehmen nutzen die Plattformen bereits seit Längerem und betreiben dort erfolgreiches Social Media Marketing, um für sich und ihre Produkte zu werben. Seit einiger Zeit haben nun auch Non-Profit Organisationen das Potential entdeckt. Laut der Altruja Fundraising Studie 2015 nutzen bereits mehr als zwei Drittel der befragten Non Profit Organisationen das Beziehungsnetzwerk Facebook für Ihren Auftritt im Internet. Auch die Videoplattform YouTube und der Kurznachrichtendienst Twitter sind bei einigen NPOs fester Bestandteil.

Warum genau lohnt es sich, Zeit in sozialen Netzwerke zu investieren?

Wer etwas Zeit in die Pflege seines Social Media Auftritts steckt, kann einen großen Nutzen aus den Kommunikationskanälen ziehen. Dadurch, dass die heutige Spendenwelt kurzlebiger geworden ist und Spender häufig die Organisation wechseln, ist es wichtig, durch regelmäßige Kommunikation die persönliche Beziehung zwischen Organisation und Spender zu festigen. Die Möglichkeit zum persönlichen Kontakt mit bereits bestehenden oder potentiellen Unterstützern ist unter anderem das, was soziale Netzwerke so wertvoll macht. Dieser ist laut einer Studie auch besonders wirkungsvoll und bindet die Unterstützer an die Organisationen.

Soziale Netzwerke leben vom Dialog

Das Erstellen und Anwendung fast aller Plattformen ist völlig umsonst – gerade das macht das Instrument so wertvoll. Allerdings bedarf es für eine gelungene Kommunikation die Investition in Arbeitszeit – sowohl in die Konzeption als auch in die Durchführung und das Reporting.  Die regelmäßige Pflege des Profils gehört dazu, wenn man soziale Netzwerke erfolgreich nutzen möchte. Auf Kommentare und Kritik einzugehen zeigt, dass Organisationen sich aktiv mit ihrer Community austauschen möchten und diese auch ernst nehmen. Darüber hinaus haben sich die Ansprüche des heutigen Spenders gewandelt: wo früher alleine der Spendenvorgang ausreichend war, ist heute auch der Wunsch nach mehr Transparenz entstanden: Spender wollen nun mehr über die Gesichter und Arbeitsweise der Organisation und Verwendung der Spendengelder erfahren.

Hier einige Empfehlungen:

  • Schauen Sie sich in den Statistiken an, wann Ihre Unterstützer besonders aktiv sind und planen Sie Ihre Posts
  • Die Qualität steht vor der Quantität – dennoch ist regelmäßiges Posten wichtig
  • Variieren Sie Ihre Beiträge. Nach wie vor sind Videos und Bilder besonders beliebt und erregen die meiste Aufmerksamkeit
  • Stellen Sie Fragen und binden Sie Ihre Unterstützer ein
  • Kommunizieren Sie: Reagieren Sie auf Kommentare und  bedanken Sie sich für die Unterstützung

Durch den Dialog mit Unterstützern auf Social Media Plattformen und das Nutzen der Seitenstatistiken kann eine Organisation herausfinden, wer zu den besonders aktiven und einflussreichen Followern zählt. Von diesem Wissen kann die Organisation profitieren, indem sie das Interesse besonders aktiver Unterstützer weiter fördert. Dies ist beispielsweise durch eine Unterstützergruppe auf Facebook möglich. Zusätzlich zur Facebook Seite des Unternehmens kann eine gesonderte Gruppe erstellt werden, in die Interessierte beitreten können und dort mit zusätzlichem „Insiderwissen“ versorgt werden. Durch diesen zusätzlichen persönlichen Kontakt kann die Bindung dann weiter vertieft und Projekte diskutiert werden.

Erzählen Sie Ihre Geschichte

Ausschließlich Spendenaufrufe zu kommunizieren verfehlt, wie beschrieben, oftmals sein Ziel. Beiträge die von  den Erfolgen einer Organisation berichten, geben möglichen Unterstützern ein positives Gefühl und zeigen Spendern, was durch ihre Mithilfe alles ermöglicht werden konnte. Außerdem werden durch anschaulich erzählte Geschichten, in denen die Organisation Einblicke in ihre Arbeit gibt und ihre Unterstützer vorstellt, Emotionen bei den Lesern geweckt.  Diese fördern das Verbundenheitsgefühl zu der Organisation. Diese Geschichte sollte allerdings Ihre Geschichte sein – rufen Sie sich diese bei jedem Post in Erinnerung und definieren Sie das Ziel der Postings.  Wichtig dabei ist unter anderem auch der aktuelle Bezug zur Kampagnen der Organisation. Anschauliche Hintergrundinformationen zu wichtigen  Thematiken helfen zusätzlich, das Verständnis der Problematiken zu verbessern und zu verdeutlichen, wieso dringend Handlungsbedarf besteht. Storytelling und gutes Content Marketing sind also relevante Schlagwörter einer guten Social-Media Kampagne.  

Versehen Sie Ihre Geschichte immer wieder mit einer Call-to-Action auf Ihr Spendenformular, und bei erfolgreicher Kommunikation schaffen Sie nicht nur Vertrauen in Ihre Organisation, sondern verwandeln Social Media User in Ihre Spender.

Haben Sie Fragen oder benötigen Sie weitere Tipps?

Ausführliche Informationen rund um erfolgreiche Social Media Strategien erhalten Sie durch unseren Altruja Academy Kurs oder durch die Neuigkeiten in unserem Blog.

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Soziale Netzwerke sind aus der heutigen Alltagswelt nicht mehr wegzudenken. Unternehmen nutzen die Plattformen bereits seit Längerem und betreiben dort erfolgreiches Social Media Marketing, um für sich und ihre Produkte zu werben. Seit einiger Zeit haben nun auch Non-Profit Organisationen das Potential entdeckt. Laut der Altruja Fundraising Studie 2015 nutzen bereits...